Projektinfo
I. Hintergrund und Ausgangslage
„Migrantische Unternehmer:innen gründen deutlich häufiger Unternehmen als die einheimische Bevölkerung, können ihr Potenzial aber aufgrund fragmentierter Unterstützungslandschaften, erschwertem Finanzzugang und struktureller Diskriminierung oft nicht ausschöpfen. Besonders ländliche Räume und von Abwanderung betroffene Regionen verlieren so wichtige Impulse für Innovation, Beschäftigung und lokale Entwicklung. CONNECT setzt hier an und verschiebt den Fokus von isolierten Gründungsprogrammen hin zu einem strukturellen, ökosystembasierten Ansatz, der lokale und regionale Infrastrukturen systematisch an den Bedarfen migrantischer Unternehmen ausrichtet. Das Projekt arbeitet in verschiedenen Regionen Nord West Europas (unter anderem Bremen, Nordrhein‑Westfalen, Île‑de‑France, Westflandern, Wallonie, Nord‑ und Westirland, Südholland und Overijssel).
II. Zielsetzung
CONNECT verknüpft eine systematische Kartierung der regionalen Unterstützungsökosysteme und eine vergleichende Analyse mit einem transnationalen Co‑Creation‑Prozess. Ergebnis ist eine „Joint Strategy for Inclusive ME Support in NWE“, die die Rolle migrantischer Unternehmen in Arbeitsmarkt‑, Innovations‑ und Kohäsionspolitik verfestigt. Herzstück der Umsetzung ist ein Train‑the‑Trainer‑Programm, welches Mitarbeitende von Verwaltungen, Wirtschaftsförderungen, Gründungsunterstützungen und NGOs in Finanzierung, Netzwerkaufbau, Antidiskriminierung und Mentoring qualifiziert. Eine transnationale Community of Practice unterstützt den Erfahrungsaustausch und die Verstetigung der Ergebnisse über die Projektlaufzeit hinaus.
III. Vorgehensweise
Das Projekt entwickelt eine gemeinsame Strategie, das TTT‑Programm mit Trainingsmaterialien sowie einen praxisorientierten Aktionsplan „ConnectAction“, der übertragbare Schritte für inklusive Unterstützungsökosysteme bereitstellt. Dessen Absolventen wirken dabei als Multiplikator:innen in ihren Regionen. CONNECT wird vom Institut Arbeit und Technik (IAT) koordiniert, läuft 36 Monate und wird im Rahmen von Interreg North‑West Europe durch Mittel des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) kofinanziert.“
