Migrant:innenökonomie in der Stadt Oberhausen / OB-Diverse

Ziel der Studie OB-DIVERSE ist es, die gemeinsamen Entwicklungspotenziale deutscher und migrantischer Unternehmen in Oberhausen zu analysieren und strategische Ansätze zur Sicherung wirtschaftlicher und sozialer Vielfalt in den Quartieren zu entwickeln. Im Mittelpunkt steht das Zusammenspiel beider Unternehmensgruppen hinsichtlich Kooperation, Netzwerkbildung, räumlicher Verteilung und ihrer jeweiligen Rolle in der Stadtentwicklung. Untersucht wird, welche Bedeutung diese Unternehmen für wirtschaftliche Stabilität, Branchenvielfalt und die Belebung der Quartiere haben, wie sie bestehende Unterstützungsstrukturen nutzen und welche Barrieren bestehen. Gleichzeitig soll erfasst werden, inwiefern migrantische Unternehmen zur sozialen Kohäsion und kulturellen Vielfalt sowie zu wirtschaftlichem Wachstum (z.B. Arbeitsmarkt, Ausbildung, regionale Innovationen) beitragen – und wie diese Wirkungen gezielt gefördert werden können.

Die Untersuchung verknüpft quantitative und qualitative Ansätze: Quantitative Sekundärdaten (u. a. Gewerbeanzeigen-, Umsatzsteuer-, Bevölkerungs- sowie Arbeitsmarkt-/Jobcenter-Daten) werden mit räumlichem Mapping der Unternehmensverteilung in ausgewählten Quartieren kombiniert. Qualitative (semi-)strukturierte Interviews mit migrantischen und deutschen Unternehmer:innen (als Vergleichsgruppe & betroffene Akteursgruppe) sowie mit Akteuren des lokalen Ökosystems (Wirtschaftsförderung, Kammern, Netzwerke, Stadtteilinitiativen, Beratungsstellen) werden durch zwei fokussierte Gruppengespräche ergänzt. Ergänzend werden Beispiele „Guter Praxis“ erfolgreicher deutsch-migrantischer Kooperationen in Oberhausen identifiziert, um daraus konkrete Handlungsempfehlungen abzuleiten, die Austausch, Sichtbarkeit und gemeinsame Standortentwicklung fördern. Insgesamt liefert OB-DIVERSE damit eine evidenzbasierte Grundlage, um Quartiere resilienter aufzustellen und Vielfalt als Standortqualität in Oberhausen strategisch nutzbar zu machen.

Das Projekt ist am Forschungsschwerpunkt Innovation, Raum und Kultur (INNO) des Institut Arbeit und Technik (IAT) aufgehängt und wird enger Abstimmung mit lokalen Partnern umgesetzt. Die Finanzierung erfolgt im Rahmen der Beauftragung durch die Stadt Oberhausen.

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