Hitzeprävention: IAT bringt Forschung in die Praxis

Hitzeaktionstag in Recklinghausen und Informationsveranstaltung in Düsseldorf

Pressemitteilung vom 18.06.2026
Redaktion: Marco Baron

Mit Aktionen zum bundesweiten Hitzeaktionstag in Recklinghausen und einer Informationsveranstaltung in Düsseldorf hat das Institut Arbeit und Technik (IAT) der Westfälischen Hochschule Gelsenkirchen Bocholt Recklinghausen in den vergangenen Tagen auf die gesundheitlichen Risiken von Hitze aufmerksam gemacht. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie ältere Menschen in Hitzeperioden besser geschützt und unterstützt werden können. Mit Blick auf die für die kommenden Tage angekündigten hohen Temperaturen in Deutschland gewinnt das Thema zusätzlich an Aktualität.

Beim Hitzeaktionstag am Montag, 8. Juni 2026, setzte das Hitzeaktionsbündnis Recklinghausen, an dem auch das IAT beteiligt ist, mit mehreren Aktionen ein sichtbares Zeichen für Hitzeschutz. Vor der offiziellen Eröffnung des sechsten öffentlichen Trinkwasserbrunnens in Recklinghausen direkt vor dem Palais Vest fand ein Flashmob statt, an dem sich mehr als 40 Personen beteiligten. Zudem wurde ein eigens produziertes Musikvideo vorgestellt. Gleichzeitig fiel der Startschuss für das Hitzetelefon Recklinghausen, das auf Erkenntnissen aus dem Hitzepräventionsprojekt basiert und ältere Menschen bei der Bewältigung von Hitzeperioden unterstützen soll.

Dass die in Recklinghausen entwickelten Ansätze auch über die Stadt hinaus auf Interesse stoßen, zeigte eine Informationsveranstaltung am Mittwoch, 3. Juni 2026, in Düsseldorf. Im Haus der Universität informierte Michael Cirkel (Forschungsschwerpunkt Gesundheitswirtschaft & Lebensqualität) über die gesundheitlichen Folgen von Hitze und über wirksame Schutzmaßnahmen. An der Veranstaltung des Seniorenbeirates der Stadt Düsseldorf nahmen neben zahlreichen älteren Bürgerinnen und Bürgern auch Vertreterinnen und Vertreter aus Kommune und Wohlfahrtspflege teil.

Die Aktivitäten knüpfen an die Forschung des IAT zur Hitzeprävention für ältere Menschen an. Die bisherigen Ergebnisse aus Recklinghausen zeigen unter anderem, dass Hitze häufig als belastend empfunden, das tatsächliche Gesundheitsrisiko aber oft unterschätzt wird. Zugleich wird deutlich, dass zugehende, niedrigschwellige und vertrauensbasierte Unterstützungsangebote besonders wirksam sein können. Genau hier setzt auch die Idee des Hitzetelefons an – ein Unterstützungsangebot, das ältere Menschen in Hitzephasen mit Informationen und alltagsnaher Begleitung versorgt. 

Angesichts der angekündigten Hitzetage in NRW und im Ruhrgebiet unterstreicht das IAT die Bedeutung kommunaler Hitzeschutzmaßnahmen und einer gezielten Ansprache besonders gefährdeter Gruppen. Gerade ältere Menschen benötigen in Phasen starker Hitze nicht nur Informationen, sondern auch konkrete, alltagsnahe Hilfsangebote.

Hintergrund
Das IAT beschäftigt sich im Forschungsschwerpunkt Gesundheitswirtschaft & Lebensqualität seit mehreren Jahren mit Fragen der Hitzeprävention für ältere Menschen. Gemeinsam mit lokalen Partnern wurden in Recklinghausen praxisnahe Ansätze entwickelt und erprobt, um ältere Menschen in Hitzeperioden besser zu schützen.

Informationsveranstaltung Hitzeprävention in Düsseldorf am 3. Juni 2026
Im Haus der Universität in Düsseldorf informierte Michael Cirkel, Wissenschaftler am IAT, am 3. Juni 2026 über die gesundheitlichen Folgen von Hitze und über wirksame Schutzmaßnahmen. (Foto: Edeltraut Krause)
Hitzeaktionstag in Recklinghausen am 8. Juni 2026
Beim Hitzeaktionstag am 8. Juni 2026 in Recklinghausen machten mehr als 40 Teilnehmende auf Hitzeprävention aufmerksam und sangen gemeinsam mit Christ Riedel von der Musikschule Recklinghausen. (Foto: Edeltraut Krause)

Für weitere Fragen steht Ihnen zur Verfügung:

Michael Cirkel(Gesundheitswirtschaft & Lebensqualität)