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Digitalisierung und Zukunft endkundenorientierter Arbeitsprozesse in den Branchen Baugewerbe, Logistik und ambulante Pflege / DigiZAB

Ziel und Aufgabenstellung

Digitale Technologien verändert die Arbeitswelt. Sie stellen neue Anforderungen an Arbeitsplätze, Arbeitsprozesse und an die Kompetenzen und Qualifikationen der Beschäftigten. Zudem eröffnen sie neue Optionen für kundenorientierte Prozesse und Dienstleistungen. Durch digitale Technologien entstehen in der Praxis neue dezentralisierter Aufgaben, Dienste und Arbeitsprozesse jenseits der traditionellen betrieblich-räumlichen Einheiten. In der Logistikbranche ist dies etwa bei zeitkritischen Logistikaufträgen, Expresslieferungen oder bei der Ankündigung von Warenlieferungen (AVIS) der Fall. Die individuelle Absprache von Lieferterminen und die kundenindividuelle Organisation der Logistikkette werden zunehmend durch digitale Technik unterstützt. In der Bauwirtschaft werden digitale Technologien u.a. in der E-Beschaffung, im Lieferantenmanagement oder im Kundendienst sowie in der Analyse von Planungsprozessen verwendet. Anfallende Arbeits- und Geräteeinsätze, Störungen und Mängel, die Koordination unterschiedlicher Zulieferer sowie die Dokumentation der Leistungserbringung lassen sich durch digitale Technologien leichter bearbeiten. Und auch in der ambulanten Altenhilfe unterstützen digitale Technologien in den Bereichen Telemonitoring und Telecare, in der mobilen Pflegedokumentation oder in der Tourenplanung. Ziel ist es, pflegerische Dienste vor Ort situativ bedarfsgerechter, zeitnäher und kundenorientierter zu organisieren.

 

In allen genannten Branchen verändern sich die Anforderungen an die Beschäftigten, an Qualifikationen, Kompetenzen und Arbeitsprozesse. Diese Branchen haben einen engen Kundenbezug und „mobiles Arbeiten“ spielt dabei eine große Rolle. Das Projekt, das im Auftrag der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna/Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet durchgeführt wird, bearbeitet folgende Fragestellungen:

 

  • Welche digitalen Technologien sind in den Unternehmen der drei Branchenfelder in der Region derzeit in Anwendung oder sind investiv geplant?
  • Welche Konsequenzen ergeben sich für die Kundenbeziehungen, für die Arbeitsprozesse und für die Arbeitsorganisation?
  • Welche neuen Anforderungen stellen digitale Technologien an die Qualifikationen und Kompetenzen der Beschäftigten, an Führung, Arbeitsorganisation oder an das Gesundheitsmanagement?
  • Wie können vorhandene arbeitspolitische Instrumente (z.B. UnternehmensWert: Mensch, Bildungscheck NRW, Verbundausbildung) genutzt werden, um Beschäftigte und Unternehmen im digitalen Wandel zu unterstützen?
  • Welche konkreten Maßnahmen benötigen Beschäftigte und Unternehmen in der Region?

Der Fokus der Analyse liegt insbesonder auf klein- und mittelständischen Unternehmen (KMU) der Region Westfälisches Ruhrgebiet.

Vorgehen

Das Projekt wird durch eine Recherche zu digitalen Unterstützungsstrategien und -themen von Wirtschaftsförderungen (AP 1), durch eine „Quick-Check“-Befragung von Unternehmen in der Region in den drei Branchenfelder (AP 2) sowie durch explorative und problemzentrierte Interviews mit Branchenexperten (AP 3) operativ fundiert. Dabei wird ergänzend und projektbegleitend eine Online-Befragung durchgeführt, um Einblicke in relavante betriebliche Themen und Unterstüzungsbedarfe der Unternehmen in Bezug auf „Digitalisierung“ zu erhalten. Darüber hinaus werden in einzelnen Unternehmen Betriebsrecherchen (AP 4) realisiert. Gemeinsam mit der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna/Regionalagentur Westfälisches Ruhrgebiet wird ein Round-Table mit Unternehmensvertreter*innen, Branchen- und Fachexperten*Innen (AP 5) durchgeführt. Es werden Best-Practice-Beispiele identifiziert (AP 6) und die Ergebnisse in einem thematischen Zukunftskatalog mit förderfähigen Themen und Gestaltungsfeldern zusammengeführt (AP 7). Dabei gilt ein besonderes Augenmerk der Frage, wie die vorhandenen arbeitspolitischen Instrumente die Unternehmen und ihre Beschäftigten im digitalen Wandel unterstützen können.

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