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Smartphones als Adapter zur Welt

IAT richtete die 39. Klausurtagung „Mensch – Maschine – Kommunikation“ aus

Pressemitteilung vom 19.11.2019
Redaktion: Claudia Braczko

Die Nutzung von Smartphones als Adapter zur Welt und pädagogische Aspekte der Kybernetik hatten sich die Teilnehmenden der 39. Klausurtagung „Mensch – Maschine – Kommunikation“ (MMK) als Themen für ihr diesjähriges Treffen vorgenommen. Vom 15. bis 18. November 2019 diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis Fragestellungen der gesellschaftlichen Implikationen der Gestaltung und Nutzung von informationstechnischen Systemen – in diesem Jahr auf der Zeche Bonifacius in Essen-Kray. Ausgerichtet wurde die Tagung vom Institut Arbeit und Technik (IAT/Westfälische Hochschule).

 

 

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Eindrücke aus der Arbeitsgruppe 1: Norbert Nowotsch, Peter Brödner, Sylvia Kipper-Nowotsch, Hartmut Barthelmeß, Sabine Graeser, Hansjürgen Paul. Fotos: Hansjürgen Paul, Dietmar Hennig.
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Die aktuelle Nutzung von Smartphones und Smarttablets in den „Sozialen Medien“ sowie Strategien in den Entwicklungsfeldern Smartobjects, Smarthome und Smartcity bildeten einen Themenschwerpunkt. Grundlagen waren sowohl Alltagsbeobachtungen wie aktuelle Statistiken zu diesen Themen. Hinzu kamen kritische Untersuchungen von Begrifflichkeiten wie „Influencer“, „Digital Natives“, aber auch Betrachtungen zu Entwicklungen von „neuronalen Adaptern“ („Neuroschnittstellen“). Ein Ergebnis der Diskussion: das mediale Verhalten der Menschen hat sich noch nie so schnell verändert wie heute. Während zu diesem Phänomen bereits eine erstaunliche Menge von Studien und Statistiken vorliege, gebe es seitens der Entscheidungsträger und anderer zuständiger Stellen aber einen nicht nachvollziehbaren Stillstand, besser: eine Ignoranz, so die Kritik.

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Diskussion in der AG2: René Hoffmann, Gunter Dubrau und Rolf Todesco. Fotos Wolfgang Harst
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Weiter befassten sich die Teilnehmenden mit der Überlegung, kybernetische Ansätze als gemeinsame Sprachmöglichkeit für verschiedene Disziplinen und Lebenszusammenhänge zu finden. Möglicherweise könnte kybernetisches Denken als grundlegende Kulturtechnik in pädagogischer Form in den Schulen verschiedene Fächer unterstützen bzw. sogar ersetzen. Ein Vorteil dieses Ansatzes wäre, dass analog zum Lesen- und Schreiben-Lernen eine Weise gefunden würde, nicht nur mit und über Systeme zu lernen, sondern auch solche zu konstruieren.

 

Die MMK findet seit 1981 jährlich an verschiedenen Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz statt, stets organisiert von wechselnden Gastgebern. Die Konferenz lebt von den Beiträgen der Teilnehmenden und ermöglicht im Rahmen zweitägiger Arbeitsgruppen die intensive und oftmals richtungweisende Auseinandersetzung mit selbstgewählten Themen.

 Ihre Ansprechpartner:


Dr.-Ing. Hansjürgen Paul (IAT/Raumkapital) – paul@iat.eu

Prof. Dipl.-Des. Norbert Nowotsch (Medienwissenschaftler) – nowotsc@fh-muenster.de

Dipl. Psych. Wolfgang Harst (Pädagogische Hochschule Karlsruhe) – harst@ph-karlsruhe.de