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Forschung für die Energiewende

Westfälisches Energieinstitut zu Gast beim IAT-Kolloquium

Pressemitteilung vom 27.06.2019
Redaktion: Claudia Braczko

Forderungen nach mehr Klima- und Umweltschutz bestimmen zurzeit den öffentlichen Diskurs, gleichzeitig steigt der Energiebedarf der Menschheit. Wie sehen die Energiequellen der Zukunft aus? Mit dieser entscheidenden Frage befasste sich am 18. Juni die erste Veranstaltung der IAT-Kolloquiums-Reihe 2019 am Institut Arbeit und Technik (IAT).

Der Direktor des Westfälischen Energieinstituts, Prof. Dr. Michael Brodmann, WH-Vizepräsident für Forschung und Entwicklung, sowie Prof. Dr. Markus Jan Löffler stellten in ihrem Vortrag das Institut und aktuelle Überlegungen zum Thema Energiewende vor. Schwerpunkte des Westfälischen Energieinstituts ET sind die Kernbereiche regenerative Energien, Energieumwandlung und -verteilung, Energienutzung, Energiewirtschaft und Energiepolitik.

Am Westfälischen Energieinstitut wurde unter anderem der Energiewendeplaner entwickelt, ein Simulationswerkzeug, mit dem Kenngrößen für die Energiewende vorgegeben und spezifische Planungserfordernisse in der Raumordnung errechnet werden können. Prof. Dr. Brodmann berichtete außerdem über sein Forschungsgebiet innerhalb des Westfälischen Energieinstituts, die Hochdruck-Elektrolyse in der Wasserstofftechnik. Er und seine Kollegen sehen darin großes Potenzial zukünftig regenerative Energie lokal zu speichern. Dies könnte ein weiterer Schritt vorwärts für die Energiewende sein.

Prof. Dr. Markus Jan Löffler analysierte in seinem Beitrag die gesetzten Ziele zur Verminderung des CO2-Ausstoßes, die es bis 2050 zu erreichen gilt. Er betonte, dass die Gestaltung der Energiewende eine globale Aufgabe sei. Deutschland werde Energieimportland bleiben und regenerative Energien aus dem Ausland beziehen müssen. Dies erfordere nicht nur die immense Anpassung der hiesigen, sondern ebenfalls der weltweiten Infrastruktur, notwendig sind auch neue Speichertechnologien, ohne die die Energiewende nicht vollziehbar ist.

Das Westfälische Energieinstitut ist gut vernetzt. Es ist z.B. Partner im ruhrvalley, einem transdisziplinären und branchenübergreifenden Kompetenzverbund aus Hochschulen und Unternehmen für neues Wissen und Technologien im Bereich der vernetzten, metropolitanen Mobilitäts- und Energiesysteme der Zukunft. Ebenfalls ist es Mitglied in der renommierten European Energy Research Association, die sich zum Ziel gesetzt hat, durch die Forschung ihrer Mitglieder zu einer kohlenstoffarmen Zukunft beizutragen. In solchen Netzwerken und in Kooperation mit lokalen Akteuren erprobt das Westfälische Energieinstitut Projekte auch im regionalen Umfeld mit den umliegenden Städten, wie z.B. Herne.

Das IAT-Kolloquium wird mit fünf weiteren Veranstaltungen - jeweils mit Impulsvortrag und Diskussion zu aktuellen Themen - fortgesetzt. U.A. geht es um Big Data und KI im Gesundheitswesen (9. Juli), „Versteckte Innovationen“, „Disruptive Momente“, Arbeit und Transformation, Digitalisierung und Kompetenzentwicklung. Das Programm der Kolloquien findet sich hier: https://www.iat.eu/termine/iat-kolloquium.html Externe Gäste sind willkommen. Um Anmeldung wird gebeten bei Anna Butzin, butzin@iat.eu.

Abbildung Kolloquium
Das Westfälische Energieinstitut stellte sich und seine Forschung zur Energiewende im IAT-Kolloquium vor: Prof. Dr. Markus Jan Löffler und Prof. Dr. Michael Brodmann mit den IAT-Forscherinnen Dr. Anna Butzin und Elke Dahlbeck (v.l.). Foto: IAT/Franz Flögel