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Wertschöpfungskette Pflege: Minijobs aufstocken als Chance zur Kompensation des drohenden Fachkräftemangels?

IAT-Projekt und Expertenworkshop

Pressemitteilung vom 10.08.2017
Redaktion: Claudia Braczko

Die Gesundheits- und Sozialwirtschaft ist für das Ruhrgebiet – und den Raum Emscher-Lippe – eine bedeutende Wachstumsbranche. Vor allem Frauen arbeiten in den Pflegeberufen, häufig in Teilzeit und atypischen Beschäftigungsformen. Es stellt sich die Frage, ob es sich bei den Aufstockerinnen um ungenutzte Potentiale bei der Bemühung zur Kompensation des drohenden Fachkräftemangels handelt.

Das Kompetenzzentrum Frau & Beruf Emscher-Lippe hat das Institut Arbeit und Technik (IAT / Westfälische Hochschule) mit der Erstellung der Studie „Arbeitszeiten aufstocken“ beauftragt: Vom Minijob zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung in der Wertschöpfungskette Pflege – Chancen für Frauen und kleine und mittlere Unternehmen in Emscher-Lippe“. Die Studie beschreibt und quantifiziert die geringfügige Beschäftigung in der Region Emscher-Lippe und arbeitet individuelle und betriebliche Anreizstrukturen für das Angebot oder die Inanspruchnahme von Minijobs heraus. Die quantitative Auswertung der amtlichen Statistik sowie qualitative Interviews mit Beschäftigten, Vertretern der Betriebe und intermediären Organisationen bilden hierbei die empirische Basis. Beschäftigte oder Arbeitgeber, welche an der Studie teilnehmen möchten und zu einem 30-minütigen Interview bereit sind, können sich gerne unter schroeer@iat.eu melden.

Die gewonnenen Erkenntnisse sollen am 25. September 2017 um 15 Uhr im DIEZE, in den Räumlichkeiten des Zentrums Frau in Beruf und Technik in Castrop-Rauxel, vorgestellt und diskutiert werden. Aufbauend auf den Ergebnissen der Studie soll im Rahmen dieses Expertenworkshops über Möglichkeiten und Barrieren bei der Aufstockung von Beschäftigungsverhältnissen in der Wertschöpfungskette Pflege diskutiert werden. Die Anregungen gehen in die Endfassung der Studie ein. Beschäftigte, Arbeitgeber und VertreterInnen aus intermediären Organisationen entlang der Wertschöpfungskette Pflege sind herzlich eingeladen ihre Erfahrungen einzubringen. Die Veranstaltung ist kostenfrei. Anmeldungen an: Iris Eisenstein, competentia@zfbt.de.

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Laura Schröer