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Reha-Angebote transparenter machen

Medizinische Fachtagung am IAT diskutierte aktuelle Entwicklungen an der Schnittstelle zwischen Krankenhäusern und Reha-Kliniken

Pressemitteilung vom 23.10.2007
Redaktion: Claudia Braczko

Patienten wie auch die behandelnden Ärzte in den Kliniken benötigen mehr Transparenz über die nach einer Operation folgenden Rehabilitationsangebote. Welche Reha-Klinik für die Nachsorge welcher Krankheiten und Indikationen besondere Behandlungen bietet, ob die Qualität stimmt und nach welchen Kriterien diese gemessen wird, sollte auch von medizinischen Laien nachvollziehbar sein. Dafür sprachen sich jetzt auf einer medizinischen Fachtagung des Instituts Arbeit und Technik (IAT) der Fachhochschule Gelsenkirchen, der MedEcon-Ruhr sowie des Zentrums für Innovation in der Gesundheitswirtschaft Ostwestfalen-Lippe (ZIG) Vertreterinnen der Kranken- und Rentenversicherungsträger wie auch ärztliche Experten aus Ärztekammer, Krankenhaus, Reha-Klinik und Verbänden sowie der Sozialdienste aus.

Die Zeit für die Beratung des Patienten ist sehr oft knapp, so dass der wünschenswerte zügige Übergang von der Klinik direkt in die Reha fast nur möglich ist, wenn die Krankenkasse die Reha-Klinik vorschlägt und damit faktisch bestimmt. Dem stehen jedoch die Wunsch- und Wahlrechte des Patienten entgegen, zumal der Reha-Erfolg oft entscheidend von der Akzeptanz der Maßnahme abhängig ist. Im Dschungel der Angebote seien die Kassen und Leistungsträger deshalb in der Pflicht transparent zu machen: “Woran erkenne ich eine gute Reha?”

Die Fachtagung am IAT wurde organisiert im Rahmen der “Initiative Brückenschläge”, die die Zusammenarbeit zwischen den Krankenhäusern im Ruhrgebiet und den Rehabilitationskliniken in Ostwestfalen-Lippe voran bringen soll. Nach diesem Auftakt sollen weitere Veranstaltungen folgen, um Qualitätssicherung, Transparenz und den Austausch im gesamten System von der Akutmedizin über die niedergelassenen Ärzte bis zur stationären und ambulanten Reha zu fördern.

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Josef Hilbert