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Indikatorik Soziale Innovation / IndiSI

Ziel und Aufgabenstellung

IndiSI - Indikatorik Soziale Innovation erforscht neue Formen der Innovation, konkret soziale Innovationen. Im Fokus steht die Entwicklung und Erprobung einer Indikatorik auf den drei Ebenen

  1. »organisationale Innovativität«,
  2. »regionale Innovationskapazitäten« und
  3. »Frühindikatorik« für die Resonanz und das Trendpotenzial von Projekten in sozialen Medien und Gründungsaktivitäten.

Die bisherige Forschung zu sozialen Innovationen weist einen stark experimentellen Charakter auf. Dies ist nicht zuletzt auf eine Reihe von Spannungsfeldern zurückzuführen, die bedingt sind durch

  • die Pluralität sozialer Innovationen von einzelnen Initiativen über betriebliche Arbeitsorganisation bis hin zu sozialen Bewegungen;
  • sowie durch die teils neuen Innovationsakteure, die bisher in den gängigen Statistiken nicht geführt werden, oder nur in begrenztem Maße identifiziert werden können;
  • die Herausforderung, symbolisches Wissen als Pendant zu in Patenten messbarem analytisch-technischem Wissen zu erfassen;
  • die Wirkung (Impact) von in die Gesellschaft diffundierten sozialen Innovationen zu erfassen und messbar zu machen.

Bisher liegt das Interesse internationaler Forschungsprojekte zu sozialen Innovationen primär auf der Analyse von Akteurskonstellationen und Geschäftsmodellen sowie der explorativen und meist schematischen Untersuchung von Entwicklungsbedingungen und Kontextfaktoren, häufig im Rahmen von Fallstudien. Messung und Indikatorik stehen selten im Vordergrund. Dennoch gibt es dazu Vorarbeiten, in welchen die Antragsteller die Federführung hatten. Bestehende Ergebnisse sollen in dieses Projekt einfließen und ausgebaut werden. Insofern ist es Ziel von IndiSI, soziale Innovationen auf den obengenannten Ebenen zu messen.

Mit der Erweiterung der Innovationsindikatorik um neue Innovationsakteure und -typen sowie der Erprobung alternativer Zugänge wird eine neue Datenbasis für die Forschungs- und Innovationspolitik bereitgestellt, die sensibel ist für neue Formen von Innovation und neue Innovationsakteure und so eine Evidenzbasis für Politik, Forschung und Praxis (z.B. Wirtschaftsförderung, Innovatoren, Intermediäre, Wohlfahrtsorganisationen) liefert.

Die Messung soll aus Gründen der Umsetzbarkeit und der Möglichkeit für tiefergehende Betrachtungen zunächst vollständig in einer Metropolregion (z.B. Rhein-Ruhr) durchgeführt werden. In einem weiteren Schritt erfolgt der Vergleich mit einer zweiten Region anhand ausgewählter Indikatoren (z.B. Rhein-Neckar). Beide Regionen bieten eine ausreichende Varianz, um regionale Unterschiede angemessen erfassen zu können.

Vorgehen

IndiSI gliedert sich in zwei iterative Stufen: Die Stufen bestehen aus der Indikatorenentwicklung, deren Erprobung im Rahmen eines Surveys sowie der Auswertung und Reflexion der Ergebnisse (Stufe 1). Eine Vertiefung der Erkenntnisse durch Fallstudien innovativer Akteure macht es möglich, die Indikatorik nach der Testphase zu evaluieren und anzupassen, um basierend darauf konkrete Empfehlungen für eine Verstetigung eines Systems zur sozialen Innovationsmessung zu erarbeiten (Stufe 2).


Projektpartner

Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg

Centrum für Soziale Investitionen und Innovationen (CSI)

Georg Mildenberger

Philipps-Universität Marburg

Fachbereich Geographie (UMR)

Simone Strambach


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