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Digitalisierung in der sozialen Dienstleistungsarbeit: Stand, Perspektiven, Herausforderungen, Gestaltungsansätze / PEDDI

Ziel und Aufgabenstellung

Die Digitalisierung der Arbeitswelt ist ein viel diskutiertes Thema und wird derzeit überwiegend mit Blick auf die Industriearbeit wissenschaftlich untersucht (Stichwort Industrie 4.0). Im Feld der personenbezogenen - und insbesondere der sozialen Dienstleistungen - sind die Einflüsse digitaler Technik bislang weniger prägnant. Doch auch die sozialen Dienstleistungen befinden sich im digitalen Wandel: hierfür sprechen sowohl vorliegende Bedarfsprognosen für den Gesundheits- und Pflegemarkt, als auch die Positionierung zahlreicher Anbieter sozialer Dienstleistungen durch eigene Digitalisierungsstrategien.
Das Projekt "Digitalisierung in der sozialen Dienstleistungsarbeit: Stand, Perspektiven, Herausforderungen, Gestaltungsansätze" zielt darauf ab, Formen und Folgen der Digitalisierung sozialer Dienstleistungsarbeit zu untersuchen. Die Ergebnisse werden in Form einer Kurz-Expertise aufbereitet. Zur Erfassung der Digitalisierungstrends in der sozialen Dienstleistungsarbeit (hier: Altenhilfe, Kinder- und Jugendhilfe, ambulante und stationäre Altenhilfe sowie die Behindertenhilfe) wird zunächst der wissenschaftliche Forschungsstand zum Themenfeld aufbereitet. Im zweiten Zugriff werden Prognosen und Szenarien einer zukünftigen digitalisierten Sozialen Arbeit abgeleitet, die sich auf die Entwicklung des Arbeitsmarktes, die Veränderungen von Arbeitsplätzen sowie neue Arrangements von Angeboten sozialer Dienstleistungsarbeit beziehen. Darüber hinaus liegt ein besonderes Interesse der Projektarbeit darin, Gestaltungsansätze für arbeitsorientierte, partizipative und mitbestimmungsorientierte Digitalisierungsstrategien in der Sozialen Arbeit aufzuzeigen. Die Gestaltungsansätze werden schließlich zu Handlungsempfehlungen verdichtet, die sich an Arbeitgeber, Management und Personal- bzw. Betriebsräte, aber auch an Politik und Gewerkschaften richten.

Vorgehen

Das methodische Vorgehen folgt einem mehrstufigen Forschungsansatz. Grundlage der Analyse ist eine Literatur- und Dokumentenanalyse, die neben einschlägigen wissenschaftlichen Publikationen auch Positionspapiere zentraler Branchenakteure umfasst. Ziel der Dokumentenanalyse ist es, unterschiedliche Positionen heraus zu arbeiten und Ansätze für Handlungs- und Gestaltungsoptionen der Digitalisierung mit Blick auf die unterschiedlichen Akteure und deren Interessen zu erkennen. Darüber hinaus werden Prognosen und Szenarien zur sozialen Dienstleistungsarbeit entwickelt, die sich auf die Entwicklung des Arbeitsmarktes, die Veränderungen von Arbeitsplätzen sowie auf neue digitale Arrangements von Angeboten sozialer Dienstleistungsarbeit beziehen. Die Ergebnisse werden anschließend in einem Validierungsworkshop mit Vertretern von Anbieter- und Interessenorganisationen mit Blick auf künftige Handlungserfordernisse und Gestaltungsansätze diskutiert. Das Projekt wird mit einer Publikation abgeschlossen, die das gewonnene Wissen zu Entwicklungstrends, Perspektiven, Baustellen, Gestaltungsmöglichkeiten sowie absehbare Wirkungen der Digitalisierung präsentiert.

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