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Produktive Innovationsprozesse zur Erhöhung der Produktivität von Gesundheitsdienstleistern, Teilvorhaben medizinisch technischer Innovationen in Krankenhäusern / Produktivität2

Ziel und Aufgabenstellung

Medizinisch technische Innovationen leisten einen wesentlichen Beitrag zur Steigerung der Qualität und Effizienz der Gesundheitsversorgung. Übergeordnete Zielsetzung des Projektes war es daher den Beitrag von Wissen und Innovation zur Produktivität von Leistungen in der Gesundheitswirtschaft zu analysieren und Instrumente zu ihrer Messung und Optimierung zu entwickeln. Hierzu wurden der Umsetzungsprozess von medizinisch technischen Innovationen analysiert, Verfahren zur Bewertung des Innovationsprozesses entwickelt und Potenziale zur Optimierung identifiziert werden. Dabei wurden die Phasen Entwicklung, Markteinführung und Marktdurchdringung unterschieden, um Innovationen von ihrem Entstehungsprozess bis zur Verbreitung analysieren und bewerten zu können.

Vorgehen

Grundlage für den Bereich Entwicklung bildete die Analyse von klinischen Studien zur Erprobung von Innovationen. Dabei sollte analysiert werden, ob und welche Art der Beteiligung in frühen Phasen des Innovationsprozesses einen Beitrag zu einer Beschleunigung der Umsetzung von Innovationen leisten kann. Hierzu wurde insbesondere eine systematische Auswertung klinischer Studien auf Basis der „Clinical Trial Database“ mit derzeit etwa 90.000 registrierten klinischen Studien vorgenommen. 
Die Phase der Markteinführung umfasste den Prozess von der Zulassung über die Kostenerstattung bis zur Integration in Leitlinien. Wichtige Ansatzpunkte bildeten hierfür die Beantragung und Genehmigung neuer Untersuchungs- und Behandlungsverfahren, deren Budgetierung, die Vereinbarung von Zusatzentgelten sowie die Berücksichtigung in Leitlinien der Fachgesellschaften.
Die Marktdurchdringung betrifft die Verbreitung von Innovationen zu einem flächendeckenden Angebot und der Veränderung der Arbeitsteilung zwischen spezialisierten Zentren und Angeboten der Grund- und Regelversorgung. Hierzu konnte insbesondere auf die §21 KEntgG Daten zurückgegriffen werden, um die Anwendung von Innovationen zu analysieren sowie die regionale Verbreitung in der Patientenversorgung zu untersuchen.
Bisher bestehen erhebliche Probleme die Produktivitätsentwicklung hinsichtlich ihrer Wirkung insgesamt und insbesondere im Zeitablauf zu bewerten. Ansätze zur Nutzenbewertung von Innovationen wurden ansatzweise für die Beurteilung zum Zeitpunkt ihrer Einführung diskutiert. Es bestehen aber kaum Verfahren, die auch die tatsächliche Anwendung der Innovationen in der Breite und die Zeiträume, die bis zu einer entsprechenden Durchdringung benötigt werden, berücksichtigen. 
Das Projekt war Teil eines BMBF-Verbundvorhabens zu Innovationsprozessen zur Steigerung der Produktivität von Gesundheitsdienstleistern, das gemeinsam mit der Universität Hamburg und der TU Berlin durchgeführt wurde.

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