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Netzwerk Qualifikation und Beschäftigung Oberhausen / Netzwerk OB - NOB

Ziel und Aufgabenstellung

Die im Folgenden in ihren theoretischen Bezügen und konkreten Arbeitsschritten vorzustellende Machbarkeitsstudie versteht sich als ein erster Zugang zu einer auf die lokale Ebene fokussierten Analyse der spezifischen Bildungs- und Beschäftigtensituation der Stadt Oberhausen und ihrer Entwicklungspotentiale. Sie ersetzt keine vertiefte Bildungsberichterstattung, wie sie beispielsweise von dem Dezernat „Familie, Bildung, Soziales“ vorbereitet wird, sondern zeigt,

  • welche Probleme und Potentiale im Schnittpunkt von Bildungs- und Beschäftigungssystem genauer zu analysieren sind,
  • wo Handlungsmöglichkeiten – auch in ihren regionalen Bezügen (MEO, Ruhrgebiet) – liegen, um die Abstimmung zwischen Bildungs- und Beschäftigungssystem zu optimieren,
  • welche Akteure, Projekte und Initiativen für die Arbeit in einem „Netzwerk Qualifikation und Beschäftigung Oberhausen“ in Frage kommen,
  • welche Empfehlungen sich aus der Analyse der objektiven wie subjektiven Bedarfsseite von Betrieben und Unternehmen als Nachfrager nach Ausbildung und Arbeit für die Optimierung von Netzwerkstrukturen im Bereich von „Unternehmen – Bildungsträgern – Übergängen“ ableiten lassen,
  • und welche konkreten Projekte entwickelt werden können, um die künftige Netzwerkarbeit im Bereich von Qualifizierung und Beschäftigung der Stadt Oberhausen thematisch zu fokussieren.

Vorgehen

Die hier vorgestellte Machbarkeitsstudie ist Teil des Arbeitsbereichs „Kooperation IAT – Handwerk“ des Forschungsschwerpunktes „Wissen und Kompetenz“. In diesem Arbeitsbereich arbeitet das IAT eng mit den Kammern des Handwerks im Ruhrgebiet zusammen. 
Das für die Machbarkeitsstudie vorgesehene Arbeitsfeld „Netzwerkbildung im Bereich von Qualifikation und Beschäftigung in Oberhausen“ machte es notwendig, sich die entsprechende lokale Daten- und Problemlage zu erschließen. Dafür sind folgende Arbeitsschritte durchgeführt worden:

  • Literaturrecherche und –auswertung, insbesondere zum Themenfeld „Netzwerkbildung im Bereich von Qualifizierung und Beschäftigung“; Abstimmung und Austausch mit dem „Konsortium Bildungsbericht Ruhr“, dem die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie zur Verfügung gestellt werden.
  • Vorhandenen Daten zur Bildungs-, Ausbildungs-, Weiterbildungs- und Erwerbsstruktur Oberhausens wurden ausgewertet sowie Akteure und Kooperationsstrukturen im Bildungs- und Beschäftigungsbereich der Stadt Oberhausen ermittelt. Dies geschah unter Einbeziehung der HWKIHK, Unternehmerverbände, Gewerkschaften, Bildungsträger, VHS, Arbeitsagentur OB, zuständigen Dezernate der Stadt, WFO etc.
  • Darauf aufsetzend wurde eine Kurz-Umfrage bei Oberhausener Betrieben und Unternehmen zu Qualifikationsbedarfen, Ausbildungsreife und der Nutzung von Weiterbildungsangeboten durchgeführt.
  • Nach Auswertung des Fragebogens: Qualitatives Problemscreening zur Angebots- und Nachfragestruktur auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt der Stadt Oberhausen unter anderem mit dem Instrument der aktivierenden Befragung; detaillierte Erfassung und Dokumentation der Anforderungen und Bedarfe der Unternehmen; Stärken-Schwächen-Analyse zu den in Oberhausen vorhandenen Angeboten im Bereich von Qualifikation und Beschäftigung, wobei die Frage nach den Chancen und Problemen von Menschen mit Zuwanderungshintergrund auf dem Ausbildungs- und Beschäftigungsmarkt Oberhausen einen besonderen Focus bildete.
  • In Abstimmung mit den Entscheidungsträgern der Stadt und mit den Akteuren im Qualifikations- und Beschäftigungssektor: Entwicklung eines kommunalen Handlungsrahmens zur Netzwerkbildung im Bereich „Unternehmen – Bildungsträger – Übergänge“.
  • Recherche, Dokumentation und Auswertung von „Best-practice-Beispielen“ zu Netzwerk-Strukturen im Bildungs- und Beschäftigungssystem; diese Arbeiten knüpften an das Eigenprojekt „Übergänge zwischen Schule und Beruf“ an, das eine systematische Aufnahme und Bewertung von Modellversuchen, Projekten und Maßnahmen in NRW vorgenommen hat; darauf aufbauend Entwicklung konkreter Projekte zur thematischen Orientierung der künftigen Netzwerkarbeit in Oberhausen.
  • Endfassung der Machbarkeitsstudie, die sowohl die für Oberhausen spezifischen als auch die auf andere Städte der Region übertragbaren Ergebnisse (Modell- und Impulscharakter) beschreibt und bei der Entwicklung konkreter Projekte darauf angelegt ist, als Grundlage für einen förderfähigen Antrag zu dienen.