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Messen, bewerten, besser werden / mbb

Ziel und Aufgabenstellung

Anbieter professioneller pflegerischer Dienstleistungen müssen wie andere überwiegend öffentlich finanzierte Strukturen den Nachweis von Effektivität und Effizienz erbringen. Dies gilt in Deutschland wie in den Niederlanden insbesondere für die stationären Altenhilfeeinrichtungen, da sie als besonders kostenintensiv gelten. Die Qualität der Dienstleistungen muss nicht nur gesichert sondern auch kundenorientiert weiterentwickelt werden.

Ein Erfolg versprechender Ansatz ist die Nutzung von Daten der Ergebnisqualität für die Qualitätssteuerung. Dabei besteht allerdings ein entscheidendes Problem: Es existieren nur wenige Indikatoren für Ergebnisqualität in der Pflege und keine allgemein anerkannten und implementierten Verfahren für die systematische Qualitätssteuerung auf Basis von Ergebnismessungen. Das deutsch-niederländische Projekt “mbb – messen, bewerten, besser werden – meten, beoordelen, beter worden“ hat sich der dargestellten Problematik gewidmet. Das Projekt hatte zum Ziel, Indikatoren für Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe zu entwickeln und ihre Messung und systematische Nutzung für die Qualitätsoptimierung zu erproben. Die beteiligten Einrichtungen sollten in die Lage versetzt werden, selbständig relevante Daten zu sammeln, auszuwerten, spezifische Maßnahmen zu planen, diese umzusetzen und zu evaluieren.

Träger des Projekts waren die Altenheime der Stadt Mönchengladbach GmbH, Projektpartner die Zorggroep Noord Limburg (Niederlande); das Institut Arbeit und Technik war für die wissenschaftliche Unterstützung und Begleitung verantwortlich.

Vorgehen

  • Erhebung der jeweiligen nationalen Rahmenbedingungen und der praktizierten Qualitätsmanagement-Verfahren
  • Bestandsaufnahme der praktizierten Messungen zur Qualitätsbeurteilung
  • Entwicklung einer Konzeption von Ergebnisqualität in der stationären Altenhilfe und ihrer Messung
  • Entwicklung gemeinsamer Indikatoren für Ergebnisqualität
  • Entwicklung, Erprobung und Einführung neuer Verfahren und Messinstrumente
  • Vergleichsmessungen in beiden Unternehmen
  • Entwicklung einer Konzeption für ein ergebnisbasiertes Pflege-Controlling-System und exemplarische Erprobung.

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Kofinanziert durch das EU-Programm INTERREG III A der euregio rhein-maas-nord sowie durch die Provinz Limburg (NL) und das Wirtschaftsministerium Nordrhein-Westfalen