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Vorstudie zu dem INTERREG IIIA-Projekt "TEAM" / TEAM

Ziel und Aufgabenstellung

Die EUREGIO ist ein grenzübergreifender Zusammenschluss seit 1958 mit dem Ziel, die nachteiligen Auswirkungen der deutsch-niederländischen Grenze für Bürger und Betriebe abzubauen. Auf der niederländischen Seite beteiligen sich die Provinzen Gelderland und Overijssel; in Deutschland sind es das Münsterland, der Landkreis Grafschaft Bentheim, die Stadt und der Landkreis Osnabrück sowie die Teile des südlichen Emslandes. Insgesamt umfasst die EUREGIO beiderseits der Grenze rd. 3,2 Mio. Einwohner.

Auf Grund eines zunehmenden Bedarfs an Ingenieuren und Naturwissenschaftlern in den kleinen und mittleren Unternehmen der EUREGIO – vor dem Hintergrund abnehmender Schülerzahlen ab dem Jahr 2005 – haben die Wirtschaft, die Universität Twente (Enschede), die Zweigstelle Bocholt der FH Gelsenkirchen zusammen mit der EUREGIO-Geschäftsstelle das Projektvorhaben T.E.A.M. ins Leben gerufen. Mit Mitteln aus dem INTERREG III A-Programm sollen über einen Zeitraum von drei Jahren Methoden und Materialien entwickelt und in der Praxis erprobt werden, um die Berufswahlorientierung von Schülerinnen und Schülern für technische und naturwissenschaftliche Studiengänge zu sensibilisieren. Während der Projektlaufzeit von 2004 – 2006 sollen rd. 7.000 – 8.000 SchülerInnen aus der Region über fachliches und pädagogisch gelenktes Experimentieren in den Disziplinen Technology & Life Science, Energy & Business, Aviation & Automotive, Mechatronics & Robotics für eine natur- bzw. ingenieurwissenschaftliche Ausbildung gewonnen werden. Darüber hinaus ist es ein besonderes Anliegen des Projekts, den grenzüberschreitenden Nachwuchstransfer zu erhöhen und an die regionalen Betriebe zu binden.

Um schon im Vorfeld das Projekt T.E.A.M. zu optimieren, wurde eine Machbarkeitsstudie sowohl auf deutscher als auch auf niederländischer Seite durchgeführt. Die Schwerpunkte BEST und GELL bearbeiteten gemeinsam die deutsche Teilregion und kooperierten mit einer niederländischen Partnerinstitution. Dabei wurden die folgenden inhaltlichen Schwerpunkte in den Vordergrund gestellt:

  • Abschätzung des regionalen Nachwuchskräftebedarfs;
  • Verknüpfungspotenziale von T.E.A.M. mit bestehenden regionalen Initiativen zur Nachwuchsförderung;
  • Überprüfung der geplanten Instrumente und Methoden im Hinblick auf die Breitenwirkung in der Berufswahlorientierung und eines verbesserten grenzüberschreitenden Personaltransfers;
  • sowie die Sicherstellung der Nachhaltigkeit in der EUREGIO-Region.

Vorgehen

Die Machbarkeitsstudie enthält – auch auf Grund des begrenzten Untersuchungszeitraums – drei methodische Vorgehensweisen:

  • Literaturrecherche über bereits vorhandene Projekte in der Berufswahlorientierung mit einer vergleichbaren Zielsetzung;
  • Auswertung von Sekundärstatistiken bezüglich des regionalen Ingenieurbedarfs;
  • Durchführung von leitfadengestützten Interviews mit Akteuren aus der Wirtschaft, der Wissenschaft, dem Schulsystem und den Verbänden.