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Produktionsnahe Dienstleistungen und Gesundheitswirtschaft als Kompetenzfelder in Hamm und dem regionalen Umfeld / Hamm

Ziel und Aufgabenstellung

Das Ziel des vorliegenden Projektes besteht darin, eine Einschätzung darüber zu gewinnen, inwieweit sich die Stadt Hamm im Rahmen des Wachstums- und Beschäftigungspaktes Ruhr in den ausgewählten Themenbereiche Gesundheitswirtschaft, unternehmensbezogene Dienstleistungen und neue Werkstoffe positionieren kann, wo Hamm einen aufgrund möglicher spezieller Kompetenzen einen eigenständigen Beitrag zur weiteren Entwicklung der Kompetenzfelder leisten kann bzw. wo es sinnvoll ist, sich an bereits laufende Aktivitäten “anzudocken”.

Den Ausgangspunkt des Projektes bildete die Neuorientierung der Strukturpolitik im Ruhrgebiet. In diesem Rahmen wurden für das Ruhrgebiet 12 Kompetenzfelder vereinbart, die als strategischer Bezugspunkt für die Strukturpolitik dienen sollen. Die Entwicklung dieser Kompetenzfelder wird durch den Wachstums- und Beschäftigungspakt Ruhr begleitet. Die Reichweite der Kompetenzfelder bezieht sich auf das Ruhrgebiet und wo sinnvoll auch über seine Grenzen hinaus, sie auf keinen Fall auf administrative Grenzen der Kommunen gebunden.

Für die kommunale Wirtschaftsförderung im Ruhrgebiet ergibt sich daraus die Aufgabe, die eigenen Aktivitäten im Rahmen der anstehenden und in vielen Fällen bereits angelaufenen Kompetenzfeldaktivitäten zu verorten, also, dort wo besondere Schwerpunkte innerhalb der Kompetenzfelder liegen, diese einzubringen und damit wiederum einen Beitrag zur Entwicklung der Kompetenzfelder zu leisten. Eine derartige Verankerung in der Kompetenzfeldpolitik ist für die Stadt Hamm in den vergangenen Jahren bereits für den Berech Logistik gelungen.

Für die Stadt Hamm stellte sich die Frage, ob weitere wirtschaftliche Potenziale existieren, die für eine eigenständige Kompetenzfeldpolitik möglicherweise zu klein bzw. zu spezialisiert sind, die aber im Rahmen einer ruhrgebietsweiten Kompetenzfeldpolitik durchaus positive Impulse setzen und Erhalten können.

Aufgrund der Wirtschaftsstruktur der Stadt Hamm ergaben sich folgende Bezüge zu den 12 Kompetenzfeldern:

  • die Potenziale in der Gesundheitswirtschaft,
  • die Potenziale bezogen auf neue Werkstoffe, vor allem in den Feldern Chemie/Kunststoff und Metall, sowie
  • auf einzelne Kompetenzfelder bezogene produktionsnahe Dienstleistungssegmente, insbesondere mit den überdurchschnittlich starken Rechtsdienstleistungen in Hamm.

Vorgehen

Im Mittelpunkt des Projekts steht eine strategisch orientierte Zusammenführung und Interpretation. Eine wesentliche Rolle spielen dabei die Einschätzungen des Standorts und wesentlichen regionalen Trends durch die Unternehmen. Geplant wird die Befragung von 30 Unternehmen, Forschungseinrichtungen und anderen Akteuren in Hamm, jeweils 10 aus den genannten Wirtschaftsbereichen.

Leitfragen in diesem Projekt sind:

  • Welche Maßnahmen sind sinnvoll und vordringlich umzusetzen, um die eine Entwicklung der genannten Wirtschaftsbereiche in Richtung Kompetenzfeld anzustoßen?
  • Wie ist die Bereitschaft seitens der Unternehmen aber auch anderer Akteure, sich für die Weiterentwicklung von Hamm als Wirtschaftsstandort für dieses drei Wirtschaftsbereiche zu engagieren?
  • Welche Verflechtungen mit dem Umland bzw. welche Bezüge zu den Aktivitäten im Ruhrgebiet sind vorhanden, die eine Zusammenarbeit notwendig bzw. sinnvoll erscheinen lassen?
  • Welche Möglichkeiten bestehen, die Aktivitäten an bereits laufende Aktivitäten der Kompetenzfeldentwicklung anzudocken?

Die Ergebnisse der Expertengespräche werden im Rahmen von drei Workshops vorgestellt und diskutiert. Diese Workshops sind als strategisch ausgerichtete Arbeitsgespräche zu verstehen und haben zum Ziel, die Ergebnisse mit Akteuren für jeden der drei Wirtschafsbereichen zu fundieren und gleichzeitig erste Schritte für die weitere Umsetzung zu konkretisieren. Die Ergebnisse der Workshops sollten in den Abschlussbericht einfließen. Neben der Bestandsaufnahme und einer zusammenfassenden Dokumentation der Expertengespräche und der Ergebnisse der Workshops sollte der Endbericht möglichst konkrete Orientierung darüber geben, welche Maßnahmen für die weitere Entwicklung der Kompetenzfelder in welchem Rahmen als wesentlich anzusehen sind und welche Akteure hierbei beteiligt werden können.

Das Projekt wird vom Forschungsschwerpunkt “Innovative Räume” in Zusammenarbeit mit dem Forschungsschwerpunkt “Gesundheitswirtschaft und Lebensqualität” durchgeführt.