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Tagung und Workshopreihe "Leben, arbeiten, alt werden-Seniorenwirtschaft im Ruhrgebiet" / Lebenssituation

Expertenworkshop “Leben, arbeiten, alt werden – Seniorenwirtschaft im Ruhrgebiet”

Das Vorhaben “Modellregion Ruhrgebiet” wurde im Bericht der Ministerin zur Seniorenwirtschaft angekündigt und befindet sich in der Planungsphase. Vor dem Hintergrund der demographischen Sonderstellung des Ruhrgebiets soll eine regionalspezifische Diskussion um Möglichkeiten und Ansatzpunkte in Gang gesetzt werden. Es sollen speziell die kleineren und mittleren Unternehmen angesprochen und zur Ideen- und Konzeptentwicklung auf dem Gebiet der Seniorenwirtschaft aktiviert werden, um gemeinsam mit ihnen Ideen und Konzepte zu entwickeln, die den weiteren Strukturwandel im Ruhrgebiet fördern und gleichzeitig zur Steigerung der Lebensqualität insbesondere älterer Menschen beitragen.

Ziel der Veranstaltung war es, eine Kampagne pro Seniorenwirtschaft für das Ruhrgebiet in Gang zu bringen, die den Aufbau einer zukunftsorientierten Infrastruktur im Bereich der Seniorenwirtschaft durch den Aufbau eines regionalen und branchenübergreifenden Netzwerks im Ruhrgebiet verfolgt.

Geplant war die Durchführung eines Auftaktworkshops unter dem Titel “Leben, arbeiten, alt werden – Seniorenwirtschaft im Ruhrgebiet” im Juni 2003. Zwei weitere Workshops sollten im Laufe des Jahres 2003 folgen, um gemeinsam mit ca. 12 Kompetenzträgern bzw. Unternehmen aus der Region Grundlagen für das Vorgehen (Konzept und Struktur) und konkrete Zielvorstellungen zu erarbeiten und die Konkretisierung in Form von Produktideen, Projekten und Vorhaben vorzunehmen. Langfristig sollte damit ein Netzwerk aufgebaut werden, das die Entwicklung der Seniorenwirtschaft im Ruhrgebiet vorantreibt.

Der Expertenworkshop “Leben, arbeiten, alt werden – Seniorenwirtschaft im Ruhrgebiet” hat am 23.07.2003 in den Räumen derZENIT GmbH stattgefunden. Entgegen der Erwartungen, die mit der Einbindung der Zenit GmbH in die Vorbereitungen verbunden waren, ist es nicht gelungen, eine größere Anzahl von Unternehmen, von denen Meinungsführerschaft erwartet werden konnte, anzusprechen und für die Teilnahme zu aktivieren.

Der Teilnehmerkreis beschränkte sich auf Handwerksunternehmen, Wirtschaftsförderungen und einige wenige Einzelunternehmen aus anderen Branchen, die durch die Geschäftstelle Seniorenwirtschaft gewonnen werden konnten. Die Erwartungen hinsichtlich der Teilnehmerzahl wurden insgesamt erfüllt, auch wenn die Zusammensetzung nicht die erhoffte war. Das Thema Seniorenwirtschaft wurde durch Vorträge vermittelt und durch eine anschließende strukturiert moderierte Diskussion mit Hilfe der Metaplan Technik vertieft.

Entsprechend der Zusammensetzung des Teilnehmerkreises wurden als Zukunftsfelder für die Entwicklung von wirtschaftlichen Aktivitäten im Zusammenhang mit der demographischen Entwicklung vor allem die Bereiche Wohnen und Unterstützung der selbständigen Lebensführung thematisiert und als tragfähige Zukunftsfelder identifiziert.

  • Aufgrund der Ergebnisse des Workshops wurde auf eine weitere Vertiefung im Rahmen organisierter Nachfolgeveranstaltungen verzichtet und in bilateralen Treffen mit den interessierten Handwerkern unter Federführung des Handwerkszentrums Oberhausen der HWK Düsseldorf, mit den Unternehmen aus dem Bereich Werbung und Design bzw. Technikentwicklung und den teilnehmenden Wirtschaftsförderungen der Kommunen daran gearbeitet, den Bereich der Seniorenwirtschaft weiter zu entwickeln und die verschiedenen Einzelaktivitäten in der Folge in ein Netzwerk einzubinden. Das Ziel der Entwicklung eines strategischen Gesamtkonzepts wurde damit zwar nicht erreicht, jedoch ist es gelungen, weit über die Region gestreute Einzelaktivitäten anzuregen.

Die verschiedenen Vorhaben werden in der Folgezeit weiter durch die Landesinitiative Seniorenwirtschaft begleitet und unterstützt.