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Kompetenzfelder in NRW / KFN

Ziel und Aufgabenstellung

Das Ziel dieses Projektes bestand darin, für das Land NRW spezifische Kompetenzfelder zu benennen, wobei der Begriff “Kompetenzfelder” im Laufe des Projektes durch den Begriff “Strategische Handlungsfelder” ersetzt wurde, um einer Überschneidung mit den regionalen Kompetenzfeldern entgegenzuwirken. Zudem soll durch diesen neuen Begriff deutlich werden, dass es sich um strategische Felder des Landes handelt. Strategische Handlungsfelder sollen dabei von ihren Entwicklungspotenzialen her definiert werden und beziehen zwei Aspekte ein:

  • Notwendige Voraussetzung für die Definition eines strategischen Handlungsfeldes ist die Zukunftsfähigkeit dieses Feldes, d. h. seine Entwicklungsfähigkeit. Zukunftsweisende Entwicklungen und sich abzeichnende Trends dienen hier als Indikatoren. Zukunftsfähigkeit bezieht sich auf das Innovations- und Beschäftigungspotenzial, strategische Handlungsfelder sind dann wirtschaftliche Zusammenhänge, in denen in NRW künftig Innovationen und Beschäftigung entstehen können.
  • Dies setzt voraus, dass in NRW günstige Voraussetzungen vorhanden sind, um ein strategisches Handlungsfeld zu erschließen bzw. dessen Potenziale für Innovationen und Beschäftigung zu nutzen. Von daher ist bei der Herausarbeitung von strategischen Handlungsfeldern für NRW zu berücksichtigen, welche Ausgangsbasis quantitativ bzw. qualitativ momentan besteht. Ein wesentliches Merkmal ist darin zu sehen, dass im Vergleich zum Bund den in NRW vorhandenen Kompetenzen eine überdurchschnittliche Rolle zukommt.

Es sollten für das Land relevante strategische Handlungsfelder herausgearbeitet werden. Diese wurden hinsichtlich ihrer Spezialisierung und ihrer räumlichen Knotenpunkte näher analysiert. In diesem Projektabschnitt wurden die strategischen Handlungsfelder zunächst allein für NRW ohne Ruhrgebiet definiert, da für das Ruhrgebiet schon Kompetenzfelder benannt wurden. In einem zweiten Projektabschnitt “Strategische Handlungsfelder” wurde der Fokus jedoch erweitert und entsprechend des Verständnisses der strategischen Handlungsfelder der Rahmen auf das gesamte Land NRW ausgeweitet.

Diese Untersuchungsebene unterscheidet sich von einer regionalen Ebene, da sich die Kompetenzen innerhalb einer Region erfahrungsgemäß anders zusammensetzen bzw. anders verflochten sind als im Land. Hierbei kann es auch der Fall sein, dass für eine Region spezifische Kompetenzen bedeutsam sind, die aus Landessicht weniger wichtig sind. Von daher kann von den Kompetenzen eines Landes nicht unmittelbar auf die Kompetenzen einer Region geschlossen werden. Diese verschiedenen Ebenen und Logiken sollten bei der Analyse und Interpretation von strategischen Handlungsfelder und Kompetenzfeldern bedacht werden. Zur Analyse wurden sowohl quantitative Indikatoren als auch qualitative Indikatoren herangezogen, die die sektoralen, individuellen, technologischen und organisatorischen Kompetenzen des Landes wiedergeben, aber auch die Zukunftsfähigkeit des strategischen Handlungsfeldes abbilden.

Im Einzelnen sollte die Untersuchung folgende Fragen beantworten:

  • Welche Kompetenzfelder sind in Nordrhein-Westfalen vorhanden und wie gestalten sie sich aus?
  • Wie sind diese Kompetenzfelder in den Regionen verteilt und spezialisiert bzw. wo lassen sich diese regionalen Knoten (definiert als regionale Kompetenzen) orten?
  • Wie lassen sich diese voneinander abgrenzen, d.h. welche inhaltlichen Schwerpunkte haben sie und wie verhalten sie sich zueinander?
  • Welche Netzwerke, Institutionen, Forschungseinrichtungen etc. tragen die vorhandenen Kompetenzfelder schon heute?
  • Inwieweit besteht ein Handlungsbedarf zur weiteren Entwicklung der Kompetenzfelder?

Das Projekt wurde wie erwähnt unter dem Titel “Strategische Handlungsfelder in Nordrhein-Westfalen” fortgesetzt. Dort finden sich auch in aller Kürze die Projektergebnisse.